He has performed at the Buenos Aires Jazz Festival, Jazz International Rotterdam Festival and among others, and has toured Germany, The Netherlands, Spain, Portugal, Argentina and Iceland.
Being a performing musician and composer, Wieland Möller has been involved in dance and theater projects and performances, among others at the Biennale Berlin 2018, Junge Deutsche Oper Berlin, Gripstheatre, Reykjavik Dance Festival and Prague Dance Festival. He has worked with Kazuhisa Uchihashi, Markus Stockhausen, Klaas Hekman, Tobias Delius, Julyen Hamilton, Ingo Reulecke, Okwui Okpokwasili and other collaborators.
Wieland Möller is an experienced performer based in Berlin with movement and sound for over 20 years. He recently completed a new Masters degree at the Musikhochschule Dresden on the connection of sound and movement, especially on the physicality of playing an instrument into extended movements and performative qualities. His recent solo performance work brings this research together with the topic of perception and awareness of different spaces. He is fascinated by making sounds visual and motions audible.
This was supported by the researchgrand “Distanzsolo”.
Also Wieland is teaching Workshops of Rhythmik and works with Gongs at the European Academy of Healing Arts Klein Jasedow.
Wieland is constantly creating and living with the coming together of Art, Nature and Spirit.
A wonderful text about my soloworks by Jörg Schenuit
Unerwartete Korrespondenzen: Der deutsche Perkussionist und Klangkünstler Wieland Möller mit Solo-Werken für Schlagzeug, Gongs und Elektronik
Wieland Möller hat sich im experimentellen Jazz und in der zeitgenössischen Improvisationsmusik als poetisch versierter Schlagzeuger einen Namen gemacht. Nach fruchtbaren Jahren in kammermusikalischen Formationen wie dem Akvariet Trio und dem LAVA Quartet und Zusammenarbeiten mit Solisten wie dem Trompeter Markus Stockhausen und dem Saxophonisten Daniel Carter präsentiert er jetzt Solo-Arbeiten für Gongs, Elektronik und Schlagzeug. Konzeptueller Fluchtpunkt des Kompositionsprojekts ist die Ambition des Musikers, unterschiedliche Klangräume miteinander in Beziehung zu setzen.
Dass Dinge zueinanderfinden, die auf den ersten Blick völlig verschiedenen Sphären und Zeiten angehören, ist ein Faszinosum, das in der Moderne seit jeher den Forschungsdrang von Wissenschaftlern und Künstlern geweckt hat. Ernst Bloch sprach in den 1930er Jahren von der „Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen“. C. G. Jung brachte das Konzept der „Synchronizität“ auf und hatte dabei innere Erlebnisse im Blick, die mit äußeren Ereignissen scheinbar zufällig zusammenpassen.
Auf ähnlichen Spuren wandelt der Schlagzeuger Wieland Möller, der sein jüngstes Solo-Projekt „Synchronicity“ nennt. Die Gleichzeitigkeit, die er mit dem schillernden Begriff beschwört, ist indes eine klangpoetische, die, wenn man ein eng verwandtes Wort zur Hilfe nehmen darf, viele Züge des Sinfonischen, eben des „großen“ Zusammenklangs, trägt. Möller verfolgt eine orchestrale Idee der Perkussion, die bei ihm eng mit Naturerlebnissen verknüpft ist.
So assoziiert er Wind- und Wassergeräusche mit Besen und Becken oder Walgesänge mit Gongs. Musikgeschichtlich lehnt sich sein Konzept an große Sinfoniker wie Mahler oder Bruckner an. Wuchtige Orchesterwerke gleichen für ihn Bildern oder Episoden der Natur. „Das Aufbrausende, das Stürmische“ von mächtigen Sinfonien erinnert ihn an Gewitter, der sanfte Fluss lyrischer Passagen an Bäche oder Vogelgesang.
Sinfonisches Gedächtnis
Wieland Möller ist mit der klassischen Tradition aufgewachsen. Beide Eltern waren professionelle Solisten. Sinfonik klingt in seinem musikalischen Gedächtnis nach und gehört somit zur DNA des Künstlers, den es im Gegensatz zu seinen Eltern jedoch in die Improvisationsmusik und den experimentellen Jazz zog. Die Räume, die er hier zu entdecken und für sich zu erobern vermochte, durchschreitet er auch in seinem neuesten Projekt, das die Möglichkeiten einer klanglichen Synthese auslotet. Die Chancen des Zusammenklangs werden unmittelbar in der Praxis erkundet, das heißt an den Instrumenten und den elektronischen Ressourcen. Insofern bleibt Musiker seinen experimentellen Neigungen treu. Der Probierstein des Zusammenklangs ist der konkrete, der augenblickliche Klang.
Raumgefühl durch Bewegung
Hinzu kommt der Ausdruck durch Bewegung, die eine tragende Rolle im künstlerischen Schaffen von Wieland Möller spielt. Durch die Beschäftigung mit Tanz habe er, so der Schlagzeuger selbst, „ein Bewusstsein für den Raum und seine mannigfaltigen Variationen“ erlangt. Möller hat mit Tänzerinnen wie Julyen Hamilton, Ingo Reulecke und Okwui Okpokwasili zusammengearbeitet. Er denkt und vollzieht Bewegung stets mit, wenn er neue Klangwelten erprobt.
Als Perkussionist ist geschmeidige Bewegung für ihn zunächst ein notwendiges Handwerkszeug, um sich an dem breitflächigen Instrumentarium des Schlagwerks frei entfalten zu können. Darin erschöpft sich aber die Rolle von Bewegung aus Möllers Sicht nicht. Was ihm vorschwebt, ist vielmehr eine synästhetische Verschränkung visueller und auditiver Sinne, durch die unsere konventionellen Erwartungen an das Zusammenspiel einer bestimmten Bewegung mit einem dazugehörigen Klang hinterfragt werden könnten.
Spirituelle Weitungen
Von dieser experimentellen Offenheit und dem ausgeprägten Raumgefühl Möllers, der sich in seiner Arbeit als Schlagzeuger von Größen wie Joey Baron, Jack de Johnette und Günter „Baby“ Sommer inspirieren lässt, profitiert sein neuestes Projekt enorm. „Synchronicity“ zeigt ihn als einen tanzbereiten Klangkünstler, der sich scheinbar mühelos zwischen Räumen impulsiver Rhythmik und poetischen Sphären eines schier endlosen Nachklingens bewegt. Dabei ist das Schlagzeug für ihn eine Art irdischer „Puls der Zeit“, der einen bestimmten Raum definiert. Elektronik und Gongs wiederum weiten den Raum über das rein Weltliche hinaus.
In ihren Klängen erblickt der Musiker transzendente Dimensionen. So schaffe „das endlose Sustain der Gongs eine Verbindung zum Universum“. Das Schlagzeug dürfe sich davon tragen lassen und reise quasi mit ins Unendliche. „Synchronicity“ beschreibt auf diesem Hintergrund, wie sich die verschiedenen Räume überlagern und ineinandergreifen, wie sie lebhaft miteinander interagieren, unerwartete Verbindungen eingehen und sich von unserem alltäglichen Wollen lösen.
Photo by Claude Hofer
Wieland Möller is a Berlin based drummer, sound artist and performer in the field of jazz, improvised music and contemporary dance.
bandcamp | wielandbookings@gmail.com